28 Februar 2010

Fortbewegung in Lesotho



Innerhalb des Landes zu reisen ist mühsam aber auch immer ein Abenteuer. Die Minibüsschen stehen am Taxirank und warten bis sie voll sind. Danach werden noch mind. 5 weitere Personen kreuzweise aufgestapelt und wenn der Fahrer in the mood ist, stellt er den Motor an. Dann weiss ich, es dauert nur noch 15min. Unmittelbar vor der Abfahrt kommt aber noch das Wichtigste: set on music! Es dröhnt und überschlägt aus den Lautsprechern entweder Reggae oder Basotho-Pop. Die Leute beginnen sofort im Takt zu schaukeln und zu singen. Weil es so eng ist, muss ich jeweils wohl oder übel mitwippen. Auf dem Weg von Maseru nach Butha-Buthe (140km) lief es wieder genau so ab. Mitten auf dem Weg nach ca. 2h schrie jemand und der Bus hielt. Alle stürzten aus der Kiste und ich sah, wie sie alle einen anderen Minibus stürmen. Der Driver meinte, er fahre hier nicht mehr weiter. Ich erreichte den anderen Minibus grad noch, bevor die Musik angeworfen wurde. Während eines Übeholmanövers begann der Fahrer mit dem überholenden Taxidriver zu diskutieren.. 50m weiter vorne stoppte das Büsschen und plötzlich war ich wieder alleine drin. Eine Staubwolke bewegte sich auf das andere Taxi zu und ich mit meinem riesigen Tramper hintendrein. Keiner weiss warum oder wieso das Taxi nicht mehr weiter fährt. Das ist somit eine typische Trans-Lesotho-Fahrt. Ausnahme waren die kurzen Wartezeiten, denn normalerweise wartet man auf den Anschluss 1-6 (!) Stunden.

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